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Recreation and spectacles

Gladiatorenkämpfe als öffentliche Aufgabe
 
Während Wagenrennen, Theateraufführungen und Tierhetzen als öffentliche Aufgabe verstanden wurden, waren die Gladiatorenkämpfe bis 44 v. Chr. eine rein privat finanzierte Angelegenheit. Dies änderte sich in der Zeit der Staatskrise nach der Ermordung Caesars. Die Aedilen beschlossen in diesem Jahr zum ersten Mal, nicht nur Wagenrennen öffentlich auszurichten, sondern auch Gladiatorenkämpfe. Sie fanden im Rahmen der ludi Cereales statt, den Feierlichkeiten zu Ehren der Göttin Ceres. Begleitet wurden diese ersten öffentlich finanzierten Gladiatorenkämpfe von Tierhetzen.
 
Gladiatorenkämpfe als kaiserliches Privileg
 
Die Veranstaltung von Gladiatorenkämpfen wurde immer mehr in den Kaiserkult integriert – das galt insbesondere in den Provinzstädten. Zu den Zeiten von Augustus war es zwar den Senatoren noch möglich, solche Spiele zu veranstalten, doch schon 22 v. Chr. ließ Augustus in einem Dekret festhalten, dass in diesen Fällen nicht mehr als 120 Gladiatoren eingesetzt werden durften. Gleichzeitig begrenzte Augustus die Zahl der Tage, an denen Gladiatorenspiele veranstaltet werden konnten.
 
Wer es wagte, privat Gladiatorenkämpfe zu veranstalten, lief, angesichts ihrer zunehmend engeren Verbindung mit dem Kaiserkult, Gefahr, den Zorn der römischen Kaiser auf sich zu ziehen.
 
Die relative Seltenheit der aufwändigen und kostspieligen Gladiatorenkämpfe blieb über die Jahrhunderte weitgehend konstant. Noch im Jahr 354 n. Chr. wurden von den 176 Festtagen 102 für Theateraufführungen, 64 für Wagenrennen und nur 10 für Gladiatorenkämpfe genutzt

 

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